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Therapiehundearbeit mit unserem Milo - Warum überhaupt Therapiehundearbeit?

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Tiergestützte Aktion durch das Therapiehundeteam

Was bedeutet „Tiergestützte Aktion“?

Tiergestützte Aktion umfasst den Einsatz von Tieren im Rahmen von therapeutischen und pädagogischen Förder- und Aktivitätsprojekten für Menschen. Bei der Therapiehundearbeit durch entsprechend ausgebildete Hund-Mensch-Teams.

Welche Position nimmt die tiergestützte Aktion ein in der Begegnung der Menschen mit einander?

Sie ist ein professionell gleichwertiges Angebot zu den bereits bekannten Fördermaßnahmen in der Begleitung von förderbedürftigen Menschen. Zum Beispiel ältere und von Demenz betroffene Menschen.

Sie ist ein starkes, soziales, kommunikatives, und integratives Angebot durch entsprechend geschulte Menschen und Hunde.

Welchen Nutzen hat die Tiergestützte Aktion?

Tiere bewerten nicht nach Aussehen, Fähigkeiten oder Krankheitsgrad. Sie nehmen den Menschen so an wie er ist. Das ist für die Seele eines Menschen eine sehr wohltuende Erfahrung.

Das spüren auch Menschen die sich zurückgezogen haben und den Kontakt zu anderen Menschen eher meiden. Tiere entlocken selbst verschlossenen Menschen ein Lächeln und erfreuen die Seele. Mit Hilfe der Tiere können verschlossene Menschen die sich von der Welt und ihren Lebewesen abgewendet und zurückgezogen haben, wieder lernen Vertrauen zu entwickeln in soziale Interaktionen und haben es so etwas leichter auch wieder in Kontakt mit ihren Mitmenschen zu treten.

Tiere suchen vollkommen unvoreingenommen den Kontakt und geben Zuneigung. Sie kommunizieren auf einer unverfälschten und ehrlichen Weise, die auch verunsicherten, verschlossenen Menschen Vertrauen entlockt, weil diese Menschen instinktiv wissen, dass die Tiere sie nicht anlügen.

Tiere sprechen die Sprache des Herzens und können Barrieren in der Kommunikation überwinden, unabhängig vom verbalen Ausdrucksvermögen des Menschen. Es ist einem Tier egal, dass einem das passende Wort gerade nicht einfällt oder man überhaupt keine Worte findet um auszudrücken, was man sagen möchte, denn Tiere sind sehr feinfühlige und genaue Beobachter und antworten ehrlich auf einer Verständigungsebene die keine Worte braucht und selbst von dementen Menschen gut verstanden wird. Die tiergestützte Intervention regt damit auch die sprachlichen und nichtsprachlichen Interaktionen an.

Tiere machen Freude, sie können gute Freunde sein und ein wenig das Gefühl von Einsamkeit lindern, wenn gerade keine Freunde oder Verwandte da sind. Es belastet zum Beispiel ältere Menschen oft sehr, wenn die Freunde oder der Lebenspartner altersbedingt „wegsterben“, die Kinder beruflich bedingt weit weg wohnen und die Einsamkeit sich bemerkbar macht. So kann ein Tag sehr lang sein. Der Besuch eines kleinen tierischen Freundes kann da sehr helfen. Man ist dann nicht mehr ganz so allein, wenn man von einem Tier besucht wird oder sich über den Besuch eines Tier-Mensch-Teams freuen kann. Man kann wieder kleine Pläne machen für den Tag, wie zum Beispiel sich freuen, dass es mit dem Therapiehundeteam noch weitere Lebewesen gibt, welche deutlich zeigen, dass es sie freut, dass es einem gibt. Vorfreude ist die schönste Freude sagt man. Die Vorfreude auf den Besuch des Therapiehundeteams ist eine kleine Freude mehr im Alltag.

Tiere sind über alle Sinne spürbar und erlebbar. Das weiche Fell, der Zeitvertreib beim Beobachten des Tieres wenn es kleine Kunststückchen zeigt, das Hören der Laute die das Tier macht. Das Zuhören der kleinen Geschichten die die anderen BW erzählen von Tieren die sie kennen oder früher kannten.

Der Besuch des Therapiehundeteams ruft eventuell verlorene Erinnerungen wach, an frühere Zeiten, wie der Hund des Vaters aussah, welchen Hund man selber im Leben gekannt hat, …. Es gibt auf einmal wieder Erinnerungen von denen man erzählen möchte, über die man sich wieder freuen darf. Tiere bahnen Wege in die Vergangenheit, indem sie Erinnerungen wecken an Tiere die man selber früher hatte, frühere Erlebnisse mit Tieren.

Tiere sind ein Anreiz für Bewegungen, sie bringen passive Menschen ohne Mühe dazu sich zu bewegen durch sich streicheln und kämmen lassen, Leckerchen fangen die der Mensch ihnen zuwirft, …

Tiere sind ein Anreiz das Zimmer zu verlassen und sich mit der Außenwelt zu beschäftigen. Ein Spaziergang macht mehr Spaß wenn von einem Tier begleitet wird, wie zum Beispiel ein Hund der neben dem Rollstuhl her läuft.

Tiere sind geduldige Zuhörer und trösten oft alleine durch Körperkontakt. Es ist medizinisch belegt, dass es den Herzschlag beruhigt und Ängste nehmen kann, wenn man mit einem Tier, welches man mag, Körperkontakt hat. Der Blick aus freundlichen Tieraugen, kann dazu führen, dass man sich verstanden fühlt, ohne sich erklären zu müssen.

Tiere geben Grund zur Vorfreude auf den nächsten Besuch bei Ihnen und somit schöne Gedanken mit denen man sich beschäftigen kann und können somit helfen den Alltag zu bewältigen und interessant zu machen.


Die häufig gestellte Frage nach der Hygiene möchten wir heute auch noch einmal ansprechen:

Wenn die Tiere gesund sind, regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt, und vorsorglich gegen Parasiten behandelt werden (Entwurmen, Spot-on gegen Läuse und Flöhe) und ihr Einsatz tiergerecht erfolgt (keine Küsschen auf die Schnauze des Hundes), dann sind Unfälle und übertragbare Krankheiten vom Tier auf den Menschen sehr unwahrscheinlich.

Das trifft natürlich auch auf den Therapiehund zu.

Selbst allergische Neigungen oder Ängste müssen eine tiergestützte Interaktion nicht ausschließen, denn die Begegnung mit Tieren geht auch ohne den direkten Körperkontakt mit dem Tier.

Normale Hygienemaßnahmen wie Hände waschen sollten natürlich beachtet werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass zahlreiche Studien mittlerer Weile die gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren auf den Menschen belegen.

Der Besuch eines Therapiehundeteams fördert die Gesundheit von Körper und Seele.

Text von Beate Größer, Florstadt den 31.10.16


 



Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. November 2017 um 13:09 Uhr