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Therapiehundearbeit mit unserem Milo

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Therapiehundearbeit mit unserem Milo
Warum überhaupt Therapiehundearbeit?
Momentaufnahmen von unseren DRK-Einsätzen
Milos Entwicklung in Bildern
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"Gib dem Menschen einen Hund   
und seine Seele wird gesund."
(Hildegard von Bingen)

Seit Anfang Juli 2014 wohnt der kleine Milo bei uns. Er wurde am 5. Mai 2014 geboren. Der Name Milo, den wir ihm als Rufnamen gaben, ist abgeleitet von dem serbokroatischen Wort "milo", welches "lieb, angenehm" bedeutet und beschreibt ihn sehr genau.

Im Laufe seiner Entwicklung und Ausbildung war es immer deutlicher geworden, wie überaus vertrauensvoll, liebenswürdig und sanft dieser kleine Hund ist. So kamen wir zur Therapiehundearbeit. Wir haben unsere Ausbildung zum Therapiehundeteam beim DRK am 14.11.15 erfolgreich abgeschlossen und erfreuen nun mit unseren Besuchen jede zweite Woche zwei Seniorengruppen in der Seniorenwohnanlage einer Nachbargemeinde. Außerdem sind wir ab und zu auf verschiedenen Veranstalltungen des DRK zum Zwecke der Begegnung von Menschen und Hunden zu finden. Natürlich alles ehrenamtlich im Auftrag des DRK.


Die Menschen die wir besuchen finden den kleinen Wuschelhund mit den kurzen Beinen der sie permanent anlächelt toll und Milo nimmt gerne sehr sanft ein Leckerchen aus ihren Fingern, läßt sich knuddeln oder hüpft für die Menschen auch mal durch den Hulla-Hupp-Reifen um sie zum lachen zu bringen und eventuelle Ängste abzubauen. Ist bereits Angst vor Hunden oder eine Allergie da bei den Menschen, fängt Milo auch gerne die von weiter weg geworfenen Leckis aus der Luft auf oder nimmt das Lecki artig langsam von einem langen Löffel entgegen. Sich knuddeln lassen findet er supertoll, hält schön still und genießt.

Milo läuft ohne an der Leine zu ziehen brav links und rechts neben einem Rollstuhl und hält auch einen Rollator oder Unterarmgehstützen für einen vollkommen normalen Ausrüstungsgegenstand eines Menschen. Bei einem Stuhlkreis geht er brav von Mensch zu Mensch, begrüßt alle freundlich nacheinander und läßt sich streicheln. Für Menschen die im Rollstuhl sitzen oder bettlägerig sind und sich deswegen nicht zu ihm herunterbeugen können, hat er eigens einen Hundekinderwagen, der ihn auf die richtige Höhe bringt um entspannt Kontakt aufnehmen zu können.

Milo hilft auch Brücken in die Vergangenheit der Senioren zu schlagen, indem er verschüttete Erinnerungen weckt, an die Hunde welche die Senioren im früheren Leben selber hatten oder kannten. Da wird uns dann gerne freudig mit strahlendem Gesicht viel erzählt, wenn Milos Anwesenheit die Glücksmomente von damals wieder erneut hervor ruft.

Therapiehunde wie Milo kommunizieren mit den Menschen auch auf Ebenen, die Worte überflüssig machen und die mittels Empathie auch von Menschen gut verstanden werden, denen die Worte verloren gingen weil sie zum Beispiel an einer Demenz leiden oder Menschen die so von einer Depression gequält werden, dass die Worte fehlen um sich auszudrücken. Es hilft zu entspannen wenn Milo sich ruhig neben die Menschen legt (im Hundekinderwagen) und sich mit seinem weichen, warmen und kuscheligen Körper an die Besuchten schmiegt und sich streicheln läßt.

Therapiehunde wie Milo nehmen die Menschen so an wie sie sind, beurteilen nicht und geben einfach nur das Gefühl gemocht und verstanden zu werden, ohne sich erst erklären zu müssen. Menschen die sich von der Welt und ihren Mitmenschen zurückgezogen haben, weil das Leben für sie einfach zu viele Enttäuschungen und Ängste bereit hielt, lernen im Kontakt mit einem Therapie-Besuchshund wie Milo, langsam wieder auf andere Lebewesen zu zu gehen, weil die vierbeinigen Freunde ebenfalls voller Vertrauen und ohne Argwohn auf sie zugehen.

Bei seinen Besuchen in der Seniorenwohnanlage bringt Milo immer viel Freude und Abwechslung, aber auch Trost und Entspannung.

Milo wurde selbstverständlich einer umfassenden Gesundheitsuntersuchung unterzogen die jährlich wiederholt wird. Ebenso sind er und alle unsere anderen Hunde regelmäßig umfassend geimpft, vorbeugend entwurmt und vorbeugend mit einem Spot-on gegen Ungeziefer behandelt. (Flöhe und Zecken kann man von jedem Spaziergang mit heim bringen, egal wie gepflegt der Hund ist, also ist Vorbeugung wichtig).

Die verschiedensten Wesenstests, die zu dieser DRK-Ausbildung gehören sind auch nicht für jeden Hund zu schaffen und unser kleiner Milo absolviert sie als wäre es das leichteste auf der Welt. Ich bin so stolz auf ihn.

Unterricht im DRK-Gebäude Friedberg/Hessen

Unten: Nach bestandener Prüfung. Fröhliche Gesichter und ein "Extra Halskraulen" von mir für Milo.

http://drk-therapiehun.de/

 



Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. November 2017 um 13:09 Uhr